Führungskräfte vertiefen Zusammenarbeit - Gemeinsames Führungskräfteseminar der Feuerwehren aus Sulzfeld und Zaisenhausen

Bereits zum dritten Mal veranstalteten die Feuerwehren Sulzfeld und Zaisenhausen ein gemeinsames Führungskräfteseminar für die Gruppen- und Zugführer im Feuerwehrhotel Sankt Florian in Titisee-Neustadt. Die nun schon traditionelle Veranstaltung findet im Zweijahresrhythmus statt.

In entspannter Umgebung trafen sich die Führungskräfte aus Sulzfeld und Zaisenhausen um die gemeinsame Arbeit zu vertiefen und weiterzuentwickeln. In diesem Jahr konnte mit Herrn Dipl.-Ing. Heinz-Walter Rößler wieder ein externer Referent gewonnen werden, der am Freitagabend und Samstagmorgen über seine Tätigkeiten als Sachverständiger an Unfallstellen berichtete. Herr Rößler erläuterte, welche Spuren an Unfallstellen zu sichern sind, um die Unfallursache zu ermitteln. Hierbei wurde auch angesprochen, wie die Feuerwehr durch einfache Mittel, wie zum Beispiel dem überlegten Einsatz von Bindemittel, die Arbeit eines Sachverständigen ohne Mehraufwand unterstützen kann. Weiterhin wurde auch das Thema Wege- und Sonderrechte der Feuerwehr im Straßenverkehr angesprochen.

Nach dem Thema „Brandschutz in Pflegeheimen“, wobei man die baulichen wie auch organisatorischen Aspekte betrachtete, teilte man sich zu Gruppenarbeiten in gemischten Gruppen aus Sulzfeld und Zaisenhausen auf. Unter anderem bereitete eine Gruppe eine gemeinsame Übung vor, eine weitere Gruppe erarbeitete ein Konzept zur Außendarstellung bei der kommenden Regioschau. Den Nachmittag lies man dann mit einem Spaziergang am verschneiten Feldberg ausklingen.

Am abschließenden Sonntag traf man sich nochmals im Seminarraum um die Ergebnisse aus den Gruppenarbeiten vorzustellen und teilweise auch kontrovers zu diskutieren. Kurz vor Mittag wurden dann die Autos wieder geladen und man machte sich nach einem sehr produktiven Wochenende auf den Weg nach Hause. Am Ende waren sich alle wieder einig, dass diese Veranstaltung sinnvoll ist und zum weiteren Gelingen der guten Zusammenarbeit der beiden Wehren beiträgt. (Br)

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Zaisenhausen mit Ehrungen und Beförderungen

Zügig wurde die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammmlung der Freiwilligen Feuerwehr Zaisenhausen am Freitag, 19. Januar 2018 abgewickelt, wozu Kommandant Erik Stephan auch Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle und den stellvertretenden Kreisbrandmeister Ulli Koukola begrüßen konnte.
In seinem Tätigkeitsbericht betonte er, dass der technische Zustand und die häusliche Unterbringung der Feuerwehr sehr gut seien und die Feuerwehr zum Schutze der Bürger insgesamt gut aufgestellt ist. Die Einwohnerschaft kann stolz auf die Wehr sein, führte er weiter aus, da sie im abgelaufenen Jahr wieder vielen Menschen helfen und größeren Schaden abwenden konnte. Deshalb sei es wichtig das hohe Maß zu halten und dass auch in diesem Jahr wieder mehrere aktive Kameraden Lehrgänge und Seminare besuchen und viel Zeit  für die Ausbildung aufbringen.
Die Feuerwehr  musste im vergangenen Jahr zu 35 Einsätzen ausrücken, darunter 14  technische Hilfeleistungen, neun Brandmeldeanlagen, sechs Fehlalarme, drei Kleinbrände, ein Großbrand und zwei sonstige Einsätze. Von den Einsätzen fanden 24 Einsätze auf der Zaisenhausener und elf auf der Sulzfelder Gemarkung statt.
Der Kommandant betonte, dass es sich bei den Einsätzen gezeigt hat, dass er sich auf die Einsatzkräfte verlassen kann. Außerdem sei die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Sulzfeld wichtig, mit der eine enge interkommunale Zusammenarbeit gepflegt wird.
Aktuell hat die Feuerwehr Zaisenhausen sechs Zugführer, drei Gruppenführer, dreizehn Maschinisten mit dem Führerschein der Klasse C/CE und 23 Atemschutzgeräteträger in ihren Reihen. Unter der Leitung von Björn Riebel konnten zwei gemischte Gruppen aus Zaisenhausen und Sulzfeld die Prüfung für das Bronzene Feuerwehr-Leistungsabzeichen ablegen. Abschließend bedankte sich Erik Stephan bei allen, die auf unterschiedliche Weise die Feuerwehr Zaisenhausen unterstützt haben.
Jugendwart Sven Reimold berichtete, dass er auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken kann. Elf Jugendliche zwischen sieben und zwölf Jahren gehören der Jugendabteilung an. 2017 wurden 35 Übungsdienste absolviert, welche sich in feuerwehrtechnische Übung, Spiel und Spaß sowie Freizeit untergliedern. Außerdem wurden Altpapiersammlungen und eine  Christbaumsammlung durchgeführt. In diesem Jahr sind wieder eine 24-Stunden-Übung mit Übernachtung, sowie ein Tagesausflug und der Besuch eines Freizeitparks geplant.  Der Jugendwart bedankte sich bei allen Helfern und wünschte sich, dass er weiterhin von den Aktiven der Wehr unterstützt wird.
Herbert Kögel, Leiter der Altersmannschaft, teilte mit, dass sieben Kameradschaftstreffen, ein Grillfest und eine Jahresfeier mit den Ehefrauen durchgeführt wurden. Außerdem wurde gemeinsam das Oktoberfest Sulzfeld besucht.
Da Schriftführer Michael Hilpp verhindert war, wurde sein Bericht von Björn Riebel vorgetragen. Er brachte in seinem chronologisch abgefassten Bericht, die 35 mit Bildern unterlegten Einsätze der aktiven Wehr in Erinnerung und ging auch detailliert auf die weiteren Aktivitäten, sowie auf die verschiedenen absolvierten Lehrgänge einiger Aktiven ein.
Unter der Leitung von Björn Riebel hat sich die Sportgruppe der Feuerwehr zu 59 Sportabenden in der Kultur- und Sporthalle getroffen. Der Wehr gehören zurzeit 36 Aktive an, die Altersmannschaft hat elf und die Jugendabteilung ebenfalls elf Mitglieder in ihren Reihen. Kassier Marco Fischer berichtete, dass durch verschiedene Aktivitäten im vergangenen Jahr ein Überschuss in der Kasse erwirtschaftet werden konnte. Kassenprüfer Marco Dauth bescheinigte, dass die Kasse ordentlich und ohne Beanstandung geführt wurde.
Die Kassenprüfer Peter Riebel und Marco Dauth wurden erneut für weitere zwei Jahre gewählt.
Bürgermeisterin Cathrin Wöhrle hob hervor, dass sie ein sicheres Gefühl hat, da sie sich auf die Feuerwehr zu 100 Prozent  verlassen kann. Die Gemeinde hat eine gut aufgestellte und leistungsfähige Wehr und auch die Zusammenarbeit mit Sulzfeld klappt gut. Sie freute sich über die gute Jugendarbeit und bedankte sich bei der Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit. Kommandant Stephan lobte die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und überreichte der Bürgermeisterin als Dank einen großen Blumenstrauß.
Weitere Grußworte überbrachte der stellvertretende Kreisbrandmeister Ulli Koukola und Volker Wickenhauser, Leiter des Polizeipostens Sulzfeld.
In der Versammlung wurde Reiner Maier mit einem Präsent von der aktiven Wehr aus Altersgründen in die Altersmannschaft verabschiedet. Vom Kommandanten wurden Benjamin Hunzinger zum Hauptfeuerwehrmann, Björn Riebel zum Brandmeister und Michael Hilpp zum Oberbrandmeister befördert. Neun Kameraden wurden für vorbildliche Übungsbesuche ausgezeichnet und erhielten einen Geldgutschein.
Roland Flach hatte im vergangenen Jahr die meisten Übungsstunden der Sportgruppe absolviert und wurde mit einer Urkunde „zum Sportler des Jahres“ ausgezeichnet.
Ganz besonders bedanke sich Andreas Pfeil bei Kommandant Erik Stephan für seine geleistete Arbeit und überreichte ihm als Anerkennung ein Präsent.

Helfen Sie uns, damit wir Ihnen helfen können!

Zum Glück mussten wir bislang nur im Rahmen von Übungsfahrten feststellen, dass insbesondere in den Neubaugebieten und in Kreuzungs- und Einmündungsbereichen oftmals Fahrzeuge abgestellt werden ohne die entsprechende Restfahrbahnbreite bzw. den Mindestabstand zu beachten. Neben parkenden Fahrzeugen sollte stets eine Restfahrbahnbreite von etwa drei Metern vorhanden sein. Für Kreuzungen und Einmündungen gelten jeweils fünf Meter davor bzw. danach. Während es für den Fahrzeugführer lediglich ein „Knöllchen“ bedeutet (€ 60,- und einen Punkt in Flensburg) verzögert sich für uns die Anfahrt zum Einsatzort – im schlimmsten Falle zu Ihnen. (CZ)

Ausbildung: Maschinist für Löschfahrzeuge

Im Zeitraum vom 29.-30.09. und 06.-07.10.2017 nahmen die Kameraden Maik Ege, Dennis Heret und Christian Zill erfolgreich am Lehrgang „Maschinist für Löschfahrzeuge“ in Weingarten teil. Ziel der Ausbildung war die Befähigung zum Bedienen maschinell angetriebener Einrichtungen, wie zum Beispiel der Feuerlöschkreiselpumpe und anderen auf Löschfahrzeugen mitgeführten Geräten (z.B. Notstromerzeuger oder Tauchpumpen). Im Themenbereich Rechtsgrundlagen wurden ferner die zur Durchführung von Einsatzfahrten notwendigen Verhaltensweisen vermittelt. Weiterhin konnte das bereits vorhandene Wissen in den Bereichen Wasserförderung (auch über lange Wegstrecken) und Motorenkunde im Theorieunterricht und bei Übungen vertieft werden. Zu den Voraussetzungen für eine Teilnahme am Lehrgang zählt die abgeschlossene Truppmannausbildung, Sprechfunkausbildung und natürlich der Besitz einer entsprechenden Fahrerlaubnis.

Übungsdienst Rettung aus Tiefe

Am Montag den 10.07.2017 fand ein besonderer Übungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr Zaisenhausen statt.

Unter dem Motto Retten und Selbstretten wurde nach einer kurzen theoretischen Einweisung in die Rettung und Selbstrettung aus Höhen und Tiefen, das im Folgenden beschriebene Einsatzszenario geübt.

In einem schwer zugänglichen und äußerst engen Schacht kam es bei Wartungsarbeiten zu einem Unfall bei dem „Kollegen Kalle“ eingeklemmt wurde.

„Kollege Kalle“ wurde bei den besagten Wartungsarbeiten durch die schweren Quetschungen die  er sich zuzog, Ohnmächtig.  

Die alarmierte Feuerwehr begann sofort mit der Rettung des Verunglückten. Bedingt durch die sehr engen Verhältnisse in diesem Wartungsschacht, musste der Kollege unter größter Kraftanstrengung, durch nur zwei Kameraden ans Tageslicht (selbstverständlich patientengerecht) gezogen und geschoben werden.

Hierzu wurden das Tragetuch und ein Spineboard (Das Spineboard ist eine Trage die zur Rettung verunglückter Personen, bei denen eine Verletzung der Wirbelsäule nicht auszuschließen ist, eingesetzt wird) verwendet.

Durch die eingespielte Lage war es nicht möglich eine Drehleiter in Stellung zu bringen. So wurden die Kameraden vor die Herausforderung gestellt einen anderen Rettungsweg zu kreieren.

Während „Kollege Kalle“ verletz auf der Trage für den Transport vorbereitet wurde, mussten die Kameraden sich überlegen, wie sie ihn ohne große Stöße und Erschütterungen an die Oberfläche befördern könnten.

Die Lösung bestand nun darin, einen Leiterbock mit den Steckleitern der beiden Feuerwehrfahrzeugen zu bauen. Nach der Sicherung der Leiterteile, nicht ganz leicht in dem unwegsamen Gelände, und dem Anbringen einer rettungstaublichen Umlenkrolle konnte mit vereinten Kräften „Kollege Kalle“ aus der Tiefe gerettet werden. In diesem Übungsfall war es aus nur ca. 1,5m Tiefe. Im Einsatzfall wäre diese Lösung auch bei tieferen Gräben, in Schächten, Kanälen oder Gruben denkbar.

Durch solche, unter realistischen Bedingung geübten Einsatzszenarien wird dem Umgang mit Gerät und die Kreativität für den Einsatz gefördert. So sind wir auch weiterhin bereit, ehrenamtlich, im Einsatzfall, auch wenn nachts um 02:35 Uhr der Melder klingelt unser bestes für die Bewohner in und um Zaisenhausen zu leisten.

Ihre Feuerwehr

Leistungsabzeichen Bronze 2017

Auch dieses Jahr haben sich wieder 9 Kameraden aus Zaisenhausen und 2 Kameraden aus Sulzfeld gefunden um eine gemeinsame Gruppe zur Leistungsübung in Bronze anzumelden.

Vor 3 Monaten begann der Trainingsmarathon. In insgesamt über 40 Stunden Training hatten wir uns auf die nicht einfache Leistungsübung vorbereitet.

Die Aufgabe besteht aus einem Löscheinsatz einschließlich der Rettung einer Person über eine tragbare Leiter.

Vor einer offenen Scheune (Übungsgerüst) ist gelagerter Sperrmüll in Brand geraten. Der Brand droht durch ein im Erdgeschoss offen stehendes Fenster auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen.
Erster Entschluss des Gruppenführers: "Angriffstrupp zur Riegelstellung mit 1.Rohr zwischen Sperrmüll und angrenzendem Wohnhaus vor" um zu verhindern dass das Feuer auf das Wohnhaus übergreift.
Während der Vornahme des 1. Rohres durch den Angriffstrupp macht sich eine Person auf dem Balkon des Wohnhauses im ersten Obergeschoss bemerkbar.
Diese Person tritt zur Balkonbrüstung vor und ruft um Hilfe.
Der Gruppenführer reagiert sofort und befiehlt den Schlauchtrupp mit Unterstützung des Melders: "Zur Menschenrettung mit Steckleiter auf den Balkon ins erste Obergeschoss des Wohngebäudes vor".
Der Schlauchtrupp rüstet sich mit Feuerwehrleine aus und zusammen mit dem Melder wird die 2-teilige Steckleiter gestellt. Der Schlauchtruppführer steigt als erster in den Balkon ein und sichert die Leiter für den Schlauchtruppmann.
Anschließend beginnt der Schlauchtruppführer mit dem Anlegen des Rettungsknoten an der zu rettenden Person um deren Abstieg zu sichern, während sie durch den Schlauchtruppmann beim Absteigen begleitet wird.
Parallel zur Rettung erfolgt die Brandbekämpfung durch den Wassertrupp: "Wassertrupp zur Brandbekämpfung mit 2. Rohr zum Scheunentor vor".

Durch die intensive Vorbereitung wurden die Grundtätigkeiten im Feuerwehrdienst verinnerlicht und Abläufe geübt, die von den Einsatzkräften auch bei späteren Übungen und Einsätzen eingesetzt werden. Zudem fördert der Erwerb der Feuerwehrleistungsabzeichen auch die Kameradschaft der Gruppe untereinander. Routinierte Abläufe, Teambildung und sich "Blind" auf die anderen Kameraden verlassen zu können.

All dies um jederzeit, ehrenamtlich, für die Bürger von Zaisenhausen einsatzbereit und fit zu sein, im Falle dass die Feuerwehr ausrücken muss.

Mit einer Zeit von 6:20 Minuten und 0 Fehlerpunkten haben die Kameraden Markus App, Andre Bauer, Simon Ebert, Alexander Eggers, Roland Flach, Marvin Hilpp, David Lieb, Guido Lölfing, Steffen Maier, Marc Stephan und Björn Riebel als Gruppenführer die Leistungsübung am Samstag, 24.06.2017 bestanden.

Auch an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an die Unterstützer speziell an Jürgen Bauer die Stellung des Übungsgerüstes. Nicht zu vergessen natürlich der Dank vor allem an die Frauen und Partnerinnen sowie die Familien für die Unterstützung und das Verzichten auf das Familienfrühstück an den vergangenen Sonntagmorgen.